Homeoffice ist für viele zu einem festen Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Jedoch wird beim Arbeiten in den eigenen vier Wänden ein Aspekt oft sehr stiefmütterlich behandelt: die Sicherheit im Homeoffice. Wir geben Tipps zum Umgang mit vertraulichen Dokumenten und datenschutzkonformen Arbeiten am heimischen Arbeitsplatz.

Aller Anfang ist schwer
Natürlich ist die Umstellung für viele nicht gerade einfach gewesen. Es galt, einige Hürden zu überwinden, um wieder in einen größtenteils geregelten Arbeitsalltag zurückzukehren. Spätestens jetzt heißt es jedoch, die bisherige Vorgehensweise am häuslichen Schreibtisch zu hinterfragen. Denn das digitale Sicherheitsniveau im Homeoffice sollte auf einer ähnlichen Stufe mit dem des Unternehmens stehen.

Tipps für sicheres Arbeiten im Homeoffice:
Bereits durch ein paar einfache, aber effektive Handgriffe und Maßnahmen lassen sich Datenschutzbestimmungen einhalten und Endgeräte entsprechend absichern.

  1. Clean Desk Policy (zu Deutsch: Richtlinie für einen aufgeräumten Arbeitsplatz)
    Ein aufgeräumter Arbeitsplatz erhöht erwiesenermaßen nicht nur die Produktivität. Er trägt auch dazu bei, dass vertrauliche Informationen wie Passwörter und sensible Daten unter Verschluss bleiben. Und zwar so, dass weder der eigene Partner noch andere Mitbewohner Einsicht erhalten. Selbst bei kurzer Abwesenheit sollte der Rechner stets gesperrt zurückgelassen werden (zum Beispiel mit der Tastenkombination WINDOWS+L).
     
  2. Vorsicht bei der Nutzung privater Endgeräte
    Mit der Möglichkeit, den eigenen Computer als Arbeitsgerät zu nutzen, entstehen für den Arbeitnehmer jedoch auch Pflichten. Ein verantwortungsvoller und vor allem datenschutzkonformer Umgang sowie das entsprechende Absichern sensibler Daten (Updates, Antivirensoftware) sollte dabei immer an erster Stelle stehen. IT-Administratoren können dabei nur bedingt behilflich sein, weil sie oft nur wenig Einfluss auf das eigene Gerät haben.
     
  3. Telefonkonferenzen und digitale Meetings
    Nicht jeder Platz im eigenen Wohnbereich ist für die vertrauliche Kommunikation mit Kollegen oder Kunden geeignet. Es sollte darauf geachtet werden, dass Telefonate und Meetings nicht von Mitbewohnern, Nachbarn oder vorbeilaufenden Passanten belauscht werden können. Daher prüfen Sie vor wichtigen Gesprächen im Homeoffice Ihre Umgebung.
     
  4. Abschließbares Arbeitszimmer als Ideallösung
    Optimal für das Homeoffice eignet sich ein eigenes, abschließbares Zimmer, welches als Büro genutzt werden kann. Dieses bietet eine höhere Sicherheit als gemeinschaftlich genutzte Bereiche. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Informationen aus vertraulichen Gesprächen oder wichtige Details nach außen gelangen. In der Realität ist ein eigenes Arbeitszimmer vermutlich nicht für jeden Mitarbeiter umsetzbar. Umso wichtiger sind deshalb Maßnahmen wie beispielsweise die Clean Desk Policy.

Sicherheit im Homeoffice weitergedacht
Mit nur wenig Aufwand und ein bisschen Sensibilisierung für das Thema lässt sich ein sicheres Arbeitsumfeld auch in den eigenen vier Wänden realisieren. Nichtsdestotrotz ist Homeoffice anfälliger für Angriffe aus dem Social-Engineering-Bereich. Fehlende Restriktionen im E-Mail-Verkehr oder im Umgang mit Dateien können Tür und Tor für Cyber-Kriminalität öffnen.

Im Blogbeitrag "Sicherheit im Homeoffice (2): Der Mitarbeiter als Firewall" geben wir Tipps, wie Mitarbeiter für Gefahren wie beispielsweise Phishing-Mails sensibilisiert werden können.

Dieses Thema interessiert mich. Ich möchte gerne weitere Informationen anfordern.